Geflüchtet, um zu überleben

Im Jahr 2012 kamen Flüchtlinge im „Wartezimmer“ in Vorarlberg, Österreich, an – gefangen zwischen den Narben ihrer Traumata und der Hoffnung, ihre Familie eines Tages wiederzusehen. Von den Befragten Flüchtlingen, darunter viele Frauen und Kinder, waren es nur ein paar, die sich für dieses Interview bereitstellten. Die Angst, erkannt zu werden, und der Schock ihrer Erfahrungen waren zu groß, um mehr von ihnen zu erreichen. Geflüchtet vor Verfolgung, Gewalt und Morddrohungen, hatten sie tiefgreifende Traumata erlitten. Doch inmitten der Unsicherheit und des Schmerzes hielten sie an der einzigen Hoffnung fest: der Wiedervereinigung mit ihren Liebsten.

„Während des Fotografierens bat ich die Menschen, ihre Geschichten erneut zu erzählen, um die tiefen Gefühle in ihren Gesichtern einzufangen – zwischen Trauer und Freude, besonders wenn sie von ihren Kindern und Familien sprachen. Das „Wartezimmer“ symbolisierte für sie einen Moment der Zwischenzeit, einen Raum zwischen der schmerzlichen Vergangenheit und der ungewissen Zukunft. Diese einzigartigen Begegnungen zeigten nicht nur ihre Emotionen, sondern erzählten auch von ihrer Stärke und der Hoffnung, die sie tragen.